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Damit die Nacht nicht zum Tag wird

Auch im ländlichen Raum gibt es Handlungsbedarf

Rolf Schatz von der Dark Sky Schweiz brachte es am Freitag 17. 11.2017 im Pfarreiheim in Hitzkirch ohne Umschweife auf den Punkt. Die Aufhellung des Nachthimmels durch künstliche Beleuchtungen aller Art hat auch im Seetal rasant zugenommen.

Das Bedürfnis nach Licht ist im Menschen tief verankert. Trotzdem gibt es Möglichkeiten zur Reduktion der Lichtverschmutzung ohne Qualitätseinbussen an Sicherheit und Wohlbefinden. Ob intelligent gesteuerte Strassenleuchten, besser ausgerichtete Sportplätze und Eventbeleuchtungen oder Reklamen und Schaufenster welche nicht die ganze Nacht eingeschaltet bleiben, es gibt immer Optimierungen, damit eine Nacht ihren Namen auch verdient.

Die Biodiversität leidet
Viele nachtaktive Tiere sind gestresst und verlassen ihre Lebensräume. Vögel verlieren auf ihren Flugreisen ihre Orientierung und sterben in Folge an Erschöpfung. Die Flusskrebse und die Fledermausarten verlassen ihre gewohnten Lebensräume, wenn die Nacht zum Tag wird. Nur 3 der 25 Fledermausarten in der Schweiz vertragen das Licht dem sie heute ausgesetzt sind, so die Worte von Dark Sky Geschäftsführer Rolf Schatz. Auch die Pflanzenwelt ist beeinträchtigt und hat Orientierungsschwierigkeiten. Bäume und Sträucher, die zu viel künstlichem Licht ausgesetzt sind, wissen nicht mehr, wann sie im natürlichen Rhythmus die Blätter fallen lassen sollen. Der natürliche Instinkt ist gestört.

Sternenhimmel
Unser Sternenhimmel ist ebenfalls betroffen. Wenn im Sternenhimmel ohne Lichtverschmutzung 5000 Sterne gezählt werden könnten, sind mit den heutigen Verhältnissen noch 500 Sterne zu sehen.

Bundesgericht hat entschieden
Generell gilt schweizweit für nicht sicherheitsrelevante Beleuchtungen die Abschaltung während der Nachtruhe von 22.00 bis 06.00 Uhr. Davon ausgenommen ist die Weihnachtsbeleuchtung im Zeitraum vom 1. Advent bis zum 6. Januar, welche bis maximal um 1.00 Uhr betrieben werden darf. Auch sicherheitsrelevante Beleuchtungen sollen gemäss bestehenden Normen bedarfsgerecht und umweltverträglich installiert werden, zum Beispiel mit Bewegungsmeldern.

Fazit: Licht soviel wie nötig, sowenig wie möglich
Dies nutzt allen: Die Menschen schlafen gesünder, die nachtaktiven Tiere behalten ihren Lebensraum und die Pflanzen behalten ihren jahreszeitlich natürlichen Stoffwechsel.
www.darksky.ch

Umweltkommission Hitzkirch
Subkommission Energie, Lärm, Luft
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Rolf Schatz, Dark Sky Schweiz, bringt den Besuchern im Pfarreiheim das Thema näher

Datum der Neuigkeit 3. Dez. 2017

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