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Neophyten

Invasive Neophyten sind gebietsfremde Pflanzenarten, die durch den Menschen absichtlich oder unabsichtlich eingeführt wurden und sich stark und rasch ausbreiten. Durch eine ausufernde Vermehrung können sie der Biodiversität Schaden zufügen.

 

Das Berufskraut

Jetzt blüht es wieder, das einjährige Berufkraut, Erigeron anuus. Eine Zierpflanze aus Nordamerika die im 17. Jahrhundert nach Europa gebracht wurde. Sie wird heute nicht mehr als Gartenpflanze angeboten, hat sich aber leider in den letzten Jahren vermehrt und hartnäckig in unsere Natur eingebracht. Die Blütezeit ist von Juni – Oktober, die Blütenkörbchen bestehen aussen aus weissen, blassrosa Zungenblüten und innen aus gelben Röhrenblüten, die Wuchshöhe beträgt 30 – 150 cm. Der behaarte Stängel ist oben verzweigt. Die hellgrünen, ungeteilten Blätter sind am Rand grob gezahnt und lanzettlich, beidseitig flaumig behaart und wechselständig angeordnet.

Verwechselt werden kann es mit dem einheimischen Scharfen Berufskraut, aber auch mit verschiedenen Kamillenarten.

Verbreitet wird die Pflanze über Samen, darum sollte man sie vor der Samenbildung mit der Wurzel ausreissen und Fachgerecht in einer Kompostieranlage oder Kehrichtverbrennung entsorgen.

Das einjährige Berufskaut ist eine typische Ruderalpflanze, man trifft es entlang der Strasse, Bahngeleisen, Fliessgewässer und in Magerwiesen. Vom Vieh wird es gemieden.

 

Kirschlorbeer

Ein weiterer Neophyt ist der Kirschlorbeer, Prunus laurocerasus. Ursprünglich wurde er aus Kleinasien eingebracht. Er ist ein immergrüner Strauch oder Baum bis 6 m Höhe, mit weissen Blüten, später mit kugeligen schwarzen Früchte. Die Blätter sind ledrig, breitlanzettlich, 10-15 cm lang, ganzrandig, oberseits glänzend dunkelgrün, unterseits heller. Man trifft ihn sehr häufig in Gärten an, da wo er immer noch angepflanzt wird. Die zahlreichen Früchte werden von den Vögeln gefressen, dadurch werden die Samen in naturnahe Lebensräume verschleppt. Momentan nimmt die Ausbreitung des invasiven Kirschlorbeers in den Wäldern massiv zu und droht ganze Waldpartien zu überwuchern. Eine Massnahme im Wald ist das Ausreissen von Jungpflanzen. Ältere Pflanzen können mit einem Pickel ausgehoben werden, sollten aber fachgerecht entsorgt werden.

Informationen zu weiteren 38 Invasiven Neophyten, die auf der schwarzen Liste stehen, sind unter www.infoflora.ch einsehbar.

Zur Aktualisierung der "Info Flora Verbreitungskarte" kann man auch Fundstandorte online melden.

 

Umweltkommission


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Datum der Neuigkeit 25. Juni 2019

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