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Krone des Seetals: Gelfingen


Ortsteil Gelfingen
Wenn man von Hochdorf seetalabwärts fährt, gelangt man schnell zum Ortsteil Gelfingen. Da der Ort fast mit Hitzkirch zusammengewachsen ist, merkte man bisher kaum, wo Gelfingen endet und wo Hitzkirch anfängt. Aber die Gelfinger sind dennoch verschieden von den Hitzkirchern.

Gelfinger sind ein bisschen knorrig und schlagen hin und wieder über die Stränge, sagt man. So etwa der legendäre Vorfahre einer Gelfinger Familie, der zur Zeit der «Wagglitaler » Religionswirren einen unliebsamen Geistlichen mit Peitschenhieben in die Flucht schlug. Als der Kanton in den Sechzigerjahren eine vierspurige Schnellstrasse mit Viadukt durch das Seetal plante, war Gelfingens (nicht aktenkundige) Antwort: Man sollte diesen Planern die Hose runterziehen und ihnen den Allerwertesten verhauen.

Fortschrittlich und grosszügig, …

Die Gelfinger sind zwar eher zurückhaltend, aber zugleich fortschrittlich, grosszügig und herzlich. Kein Wunder, dass man sich in den letzten 20 Jahren stark entwickelt hat. Attraktive Landreserven in Dorfnähe und günstiges Gewerbeland wurden dank einer freiwilligen Landzusammenlegung zwischen Landwirten erschlossen. Ein Beispiel dieser Gelfinger Grosszügigkeit ist die 1993 eröffnete Mehrzweckhalle. Die idyllische Badi im nahen See wird von der Gemeinde unterhalten und deren Benutzung ist kostenlos.

… aber auch etwas verträumt

Wenn Fischer Hofer bei Nebel auf den von Schiffslärm ungestörten See hinausfährt, während ein paar Möwen sein Boot begleiten, dann ist jene Idylle lebendig, die Gelfingen zur «Krone des Seetals» macht. Und dieser Eindruck wird verstärkt durch das hoch über Gelfingen thronende Schloss Heidegg, Wahrzeichen des Luzerner Seetals. Ein Schloss der Rosen und des Weins, Stätte der Geschichte, Kultur und Festlichkeit. Vor 800 Jahren errichteten sie hier, auf einer Endmoräne hoch über dem Baldeggersee ihren Stammsitz, die edlen Ritter und Burgdamen von Heidegg. Ein verwunschenes Schloss inmitten eines romantischen Landschaftsparks, das seit 1950 von der Vereinigung Pro Heidegg geführt wird. Es beherbergt ein vielfältiges Museum zur Schlossgeschichte mit kultur- und kunstgeschichtlichen Sonderausstellungen. Stimmungsvolle Räume stehen für Konzerte, Hochzeiten und Tagungen zur Verfügung. Der Schlosspark und der vom ehemaligen deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer angeregte Rosengarten laden zu stillem Verweilen ein. Kinder entdecken den Spielplatz bei der Allee oder das Traumschloss mit Kugelbahn im Estrich.

Weitblickend, aber auch abenteuerlustig

Unvergleichlich ist die Aussicht von Schloss Heidegg. Der Blick der Besucher schweift über den südliches Flair ausstrahlenden Weinberg, den nahen Baldeggersee und die sanften Seetaler Hügel hinein in den majestätischen Alpenkranz. Kein Wunder, dass die Luzerner Regierung hier gerne Könige und Staatsoberhäupter empfängt, um ihnen das Luzerner Umland von einer seiner schönsten Seiten zu zeigen. Heidegg und dessen Geschichte regt, wie sollte es anders sein, die Fantasie der Gelfinger an. So suchen einige Buben den sagenumwobenen Geheimgang zwischen der nahen Ruine Nünegg und Heidegg oder unternehmen abenteuerliche archäologische Grabungen am so genannten Totenhügel in der Nähe des Schlosses. Anlässlich einer «Seegfrörni» entzündete man das traditionelle Fasnachtsfeuer auf dem Eis – ein Unternehmen, das wiederum dem Gelfinger Hang zum «über die Stränge schlagen» zuzuordnen war. Der Gelfinger Neigung zu verwegenen Fantasien entspringen auch immer wieder etwas traumtänzerische Visionen wie etwa die eines schiffbaren Kanals zwischen den beiden Seen. Oder die eines grossen und feinen Hotels direkt am See. Zahlreiche Varianten wurden diskutiert. Fest steht, dass die «Krone des Seetals» nun für alle ein Wahrzeichen ist, auf das alle stolz sein dürfen.

Zahlen und Fakten


Höhe: 510 m ü. M.
Einwohner: 805
Haushalte: 280

Infrastruktur:
Kindergarten, Primarschule, Kinderspielplätze, Schloss Heidegg, Badi, Mehrzweckhalle, SBB- und Bus-Haltestelle, Post, Dorfladen, Hotel-Restaurant, Landwirtschafts- und Gewerbebetriebe, Baulandreserven vorhanden

Wappen von Gelfingen
Wappen von Gelfingen
 
 

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