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28.05.2017 03:31:34


Bemerkenswerte Wohnqualität: Hämikon


Der Ortsteil Hämikon, auf der «Sonnenterrasse der Seetaler Riviera» gelegen, ist nicht nur klimatisch begünstigt, sondern die Hämiker tun auch viel, um die aussergewöhnliche Wohnqualität trotz des Wachstums zu erhalten.
Ortsteil Hämikon
Eine Gruppe von englischen Kriegsveteranen und Hinterbliebenen trifft sich im Frühjahr 2004 zusammen mit Einheimischen auf einem Hämiker Feld zu einem bewegenden «Memorial Day». Auch nach 60 Jahren haben viele Tränen in den Augen. Den älteren Hämiker Bürgern ist die Nacht zum 28. April 1944 unauslöschlich in Erinnerung. Ein englisches Militärflugzeug hatte sich in die Schweiz verirrt und stürzte ab. Althämiker erzählen noch heute lebendig von dieser Nacht des Schreckens, welche die Gemeinde bewog, Anfang der Fünfzigerjahre eine Friedenskapelle zu errichten. Man ist zwar bodenständig, aber aus Tradition weltoffen.

Fast garantiert nebelfrei

Hämikon gilt als eines der ältesten Dörfer des Kantons Luzern, wurde es doch schon 893 erstmals urkundlich erwähnt unter dem Namen Haminchowa, das in heutigen Ohren eher wie der Name einer russischen Olympiateilnehmerin klingt. Die einmalige Südlage auf mittlerer Meereshöhe von 690 m ist fast ein Garant für Nebelfreiheit. Oder wie es ein Fan poetisch formuliert: «Hämikon liegt auf der Sonnenterrasse an der Seetaler Riviera.» Die intakte Umwelt und die herrliche Aussicht bilden ideale Voraussetzungen für eine aussergewöhnliche Wohnqualität.

Was ist eine «Hämiker Musig»?

Hämiker sind gesellige Leute mit jederzeit offenen Armen für Neuzuzüger. Man ist neugierig, gastfreundlich und aufgeschlossen für Neues. Ein grosser Teil der Bevölkerung gehört dem Bauernstand an, es gibt aber auch tüchtige und erfolgreiche Gewerbebetriebe. Wichtig ist hier die bescheidene, aber lebendige Dorfkultur. Ein Beispiel ist die altehrwürdige Feldschützengesellschaft Hämikon (Gründung 1835), die heute unter dem Namen Schützen Lindenberg sehr viel für die Jugendförderung tut und stolz ist auf ihr modernes Schützenhaus. Seit 1968 gibt es die Banner-Zunft Hämikon Müswangen, die alljährlich ihren beliebten Fasnachtsball durchführt. Der Name Banner-Zunft kommt übrigens von der «Hämiker Musig», einem stehenden Begriff in der Schweizer Jasswelt. Vier Banner werden beim Jassen als «Hämiker Musig» gewiesen. Vier Geiger aus Hämikon, die vor langen Jahren in der Welt herumzogen, wurden dadurch sozusagen unsterblich. Hierzulande stösst man, wenn man eine «Hämiker Musig» in Händen hält, gern mit einer Runde «Holdereschnaps» an, einem sehr süffigen Hochprozentigen aus wildem Holunder.

Eldorado auf dem Hämikerberg

(Dieser Textteil befindet sich in Überarbeitung)

Was Wölfe mit Hämikon zu tun haben

Auf den Höhen des Lindenbergs gibt es neben wunderbaren Wäldern und blumigen Wiesen auch einige fast alpin wilde, recht unzugängliche Tobel mit einzigartiger Flora. Früher sollen sich hier Wolfsrudel herumgetrieben haben – deshalb ziert ein grimmiger Wolf das Hämiker Ortswappen. Das soll aber nichts heissen, denn hier ist man gesellig und friedliebend. Als wundervoll besonnter Wohnort der Zukunft werden sich der stolze Ortsteil und sein Dorfbild zweifellos verändern, aber Hämikon bleibt immer Hämikon.

Zahlen und Fakten


Höhe: 690 m ü. M.
Einwohner: 522
Haushalte: 203

Infrastruktur:
Kindergarten in Müswangen, Primarschule, Kinderspielplatz, Turnhalle, Bus-Haltestelle, Käsereiladen, Restaurant, Landwirtschafts- und Gewerbebetriebe, Baulandreserven vorhanden

Wappen von Hämikon
Wappen von Hämikon