Was für den einen übrig ist, wird für den anderen zum Schatz
Am 12. September 2026 wurde der Bring- und Holtag der Umweltkommission Hitzkirch zu einem grossen Erfolg. Zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner nutzten die Gelegenheit, gut erhaltenen Gegenständen ein zweites Leben zu schenken – oder selbst auf Schatzsuche zu gehen. Schon bald herrschte zwischen den Ständen reges Treiben. Es wurde gestöbert, entdeckt, gestaunt und natürlich auch rege miteinander gesprochen. Die Atmosphäre erinnerte an einen kleinen Markt, bei dem allerdings nicht das Portemonnaie, sondern die Freude am Wiederverwenden im Mittelpunkt stand. Die Auswahl war vielfältig: Von gebrauchten bis hin zu teilweise sogar neuen Artikeln war vieles dabei. Besonders hoch im Kurs standen Kinderspielzeuge, Puzzles, Elektrowerkzeuge und Küchengeschirr. So manches Stück, das zu Hause nicht mehr gebraucht wurde, fand an diesem Tag einen neuen Besitzer. Vor allem bei den Kindern war die Freude gross. Mit leuchtenden Augen wurde die Auswahl an Spielzeugen begutachtet und das eine oder andere Lieblingsstück nach Hause genommen. Was für die einen nicht mehr benötigt wurde, sorgte bei anderen für strahlende Gesichter. Besonders erfreulich: Alle angebotenen Artikel konnten kostenlos mitgenommen werden. Damit setzte die Umweltkommission ein klares Zeichen für Nachhaltigkeit und einen bewussten Umgang mit Ressourcen. Denn Wiederverwenden ist nicht nur umweltfreundlich, sondern kann auch richtig Freude machen. Am Ende des Tages blieb nur noch ein kleiner Teil der angebotenen Ware übrig. Die nicht abgeholten Gegenstände wurden von der Umweltkommission fachgerecht entsorgt. Der Bring- und Holtag zeigte eindrücklich, wie unkompliziert Nachhaltigkeit sein kann: Bringen, was man nicht mehr braucht – mitnehmen, was man gebrauchen kann – und dabei Ressourcen schonen. Dank der grossen Beteiligung wurde aus der Idee der Umweltkommission ein lebendiger Anlass, der nicht nur Gegenständen ein zweites Leben schenkte, sondern auch Begegnungen und Gespräche ermöglichte. Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die Gegenstände gebracht, mitgenommen, mitgeholfen oder einfach zum guten Gelingen des Anlasses beigetragen haben. Der Bring- und Holtag hat gezeigt: In Hitzkirch wird Wiederverwenden grossgeschrieben – und es darf dabei sogar ein bisschen wie Marktstimmung aufkommen.
Am 21. August lud die Umweltkommission Hitzkirch zu einer Heckenführung in Altwis ein. Unter fachkundiger Leitung von Markus Bieri vom NaturDienst Bieri erhielten die Teilnehmenden spannende Einblicke in die vielfältige Bedeutung von Wildhecken. Neben der Geschichte und dem Aufbau von Hecken wurden verschiedene einheimische Gehölze vorgestellt und bestimmt. Besonders eindrücklich war zu erfahren, welche wichtigen Funktionen Wildhecken erfüllen. Sie bieten nicht nur zahlreichen Tierarten Nahrung, Schutz und Lebensraum, sondern leisten auch für Landwirtschaft und Gärten einen wertvollen Beitrag. Richtig angelegte Hecken schützen beispielsweise vor Wind und Erosion, fördern Nützlinge und tragen zu einem ausgeglicheneren Mikroklima bei. Die Führung brachte viele neue Erkenntnisse und zeigte anschaulich, dass Hecken weit mehr sind als eine Begrenzung zwischen zwei Flächen. Sie sind wertvolle und vielseitige Elemente unserer Kulturlandschaft. Auch das Wetter spielte mit. Erst ganz zum Schluss kündigte ein Gewitter das Ende der gelungenen und lehrreichen Führung an.